Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung 2019

Die Rechengrößen in der Sozialversicherung für 2019 regeln die Berechnung der Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. Für das Jahr 2019 veröffentlichte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Entwurf für die „Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2019“. Die Vorlage ist noch nicht rechtskräftig. Hierzu sind noch Beschlüsse von Bundesregierung und Bundesrat erforderlich. Änderungen sind hierbei allerdings nicht zu erwarten.

Die Entwicklung der Bruttogehälter im Jahr 2017 ist der Ausgangspunkt für die Berechnung der Rechengrößen in der Sozialversicherung 2019. Die Veränderungsrate lag 2017 bei 2,46 Prozent in den alten und 2,83 Prozent in den neuen Bundesländern. Entsprechend steigen auch die Beitragsbemessungsgrenzen in der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung sowie der Kranken- und Pflegeversicherung.

Bei einem Gehalt bis zur Versicherungspflichtgrenze oder auch Jahresarbeitsentgeltgrenze sind Arbeitnehmer in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Wenn ihr Verdienst über dieser Grenz liegt, haben Arbeitnehmer die Wahl: Sie können freiwillig versicherte Mitglieder in der gesetzlich Krankenversicherung bleiben, sich aber auch privat versichern. Beamte und Selbständige können sich immer privat versichern. Die Versicherungspflichtgrenze lag 2018 bei 59.400 Euro im Jahr und wird 2019 auf 60.750 Euro im Jahr (5062,50 Euro im Monat) steigen.

Versicherungspflichtgrenze 2019 ( JAEG )

Ab dem 01.01.2003 PKV versichert Vor dem 01.01.2003 PKV versichert
Monat Jahr Monat Jahr
Kranken- und Pflegeversicherung 5062,5 60750 4537,5 54450

Die Beitragsbemessungsgrenze legt die Höhe des Gehalts fest, bis zu dem die in Prozent berechneten Beiträge in die Sozialversicherung ansteigen. Wer mehr verdient, zahlt dann dennoch keine höheren Beiträge mehr. Die Beitragsbemessungsgrenze ist für die Zweige der Sozialversicherung unterschiedlich. Sie lag für die Kranken- und Pflegeversicherung 2018 bei 4.425  Euro im Monat und steigt 2019 auf 4537,50 Euro an. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt 2019 in den alten Bundesländern auf 6.700 Euro im Monat steigen. In den neuen Bundesländern steigt sie auf 6.150 Euro im Monat steigen.

Beitragsbemessungsgrenze 2019

WEST OST
Monat Jahr Monat Jahr
Renten-Versicherung 6.700 € 80.400 € 6.150 € 73.800 €
Arbeitslosen-Versicherung 6.700 € 80.400 € 6.150 € 73.800 €
Kranken- und Pflegeversicherung 4.537,50 € 54.450 € 4.537,50 € 54.450 €

Die Beitragssätze bestimmen den prozentualen Anteil des Einkommens, den gesetzlich Versicherte in die Sozialversicherung einzahlen müssen. Der prozentuale Anteil kann nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze ansteigen. Seit 2015 beträgt der Beitragssatz zur Krankenversicherung 14,6 % des Bruttoeinkommens. Bei Arbeitnehmern trägt der Arbeitgeber hiervon die Hälfte. Die Krankenkassen erheben zusätzlich individuelle Zusatzbeiträge, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber ebenfalls jeweils zur Hälfte tragen.

Rentenversicherung 18,60 %
Arbeitslosenversicherung 2,50 %
Krankenversicherung allgemeiner Beitragssatz 14,60 % + Kassenindividueller Zuschlag
Krankenversicherung ermäßigter Beitragssatz 14,00 % + kassenindividueller Zuschlag
Pflegeversicherung 3,05 %
Pflegeversicherung, Zuschlag für Kinderlose über 23 Jahre 0,25 %

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